Pflege kranker Stubentiger

Die Pflege unserer kranken Stubentiger hängt natürlich vom Krankheitsbild, oder den Beschwerden ab. Nach dem Sie beim Tierarzt waren und eine Diagnose und Behandlung in die Wege geleitet wurde können Sie jedoch einiges für Ihren Stubentiger machen und zur Genesung beitragen.

Tipps und Ratschläge worauf man achten sollte

Generell benötigt eine kranke, oder verletzte Katze viel Ruhe und Schlaf. Am besten sind gut erreichbare und ruhige Schlafplätze, oder eine Art Krankenzimmer je nach Grad der Verletzung. Das kann ein stabiler und hoher Katzenbaum sein mit mehreren Schlafplätzen, Wandschlafplätze, oder Körbchen. Das Essen und der Trinkbrunnen mit frisch fließenden Wasser sollten gut erreichbar sein, denn beim Krankheitsfall ist viel Flüssigkeitszufuhr wichtig. Falls die Mieze kaum essen kann, durch den geschwächten Zustand ist es sinnvoll den Patienten mit der Hand zu füttern. Kleine Häppchen, Brei mit dem Finger füttern, oder mit einer Flasche, das kommt oft bei Kitten vor die nicht von Ihrer Mutter großgezogen werden. Auch spezielle Nahrungsergänzungsmittel peppen eine kranke Katze wieder auf, oder im Notfall Infusionen vom Tierarzt. In kalten Monaten ist es wichtig darauf zu achten, dass der Raum eine gute Temperatur hat, oder ein Heizkörper in der Nähe des Schlafplatzes ist. Bei frisch operierten Miezen ist eine Decke sinnvoll damit sie nicht unterkühlen und bei Katzen mit Atemwegskrankheiten kann eine Rotlichtlampe von Vorteil sein. Falls eine Katze Tabletten oder Tropfen benötigt sollten diese nach Vorschrift des Tierarztes verabreicht werden. Bei Diabetes erkranken Tieren müssen Sie zur täglichen Insulin Spritze greifen. Am besten in der Nackenhaut eine Falte bilden und in diese einstechen, Stelle bitte ständig wechseln. Bei manchen Verletzungen muss man einen Verband wechseln, sinnvoll ist es den Tierarzt zu fragen, ob man die Wunde noch reinigen muss, oder einsalben sollte beim Verbandswechsel. Falls die Augen verklebt sind oder das Fell unterhalb der Augen ganz vorsichtig mit einem angefeuchteten lauwarmen Wattebausch abtupfen. Bei Bindehautentzündungen verabreicht der Tierarzt spezielle Salben und Medikamente, außerdem sagt er wie das Auge gespült, oder geputzt werden sollte.

Katzen und Sonnenbrand

Katzen und Sonnenbrand, wie kann das möglich sein denken Sie sich jetzt bestimmt. Aber auch unsere Stubentiger können bei zu viel und zu hoher Sonnenstrahlung / UV-Strahlung einen Sonnbrand bekommen. Natürlich sind Katzen nicht so gefährdet wie wir Menschen, das dicke und dichte Fell schütz unsere Fellnasen von der Sonneneinstrahlung. Doch manche Stellen sind nicht ganz so dicht behaart, oder eben etwas kahler, wie zum Beispiel die Ohren, der Nasenrücken und der Bauch. Genau diese Stellen sind oftmals mit Sonnenbrand befallen und fügen unseren Stubentigern Unbeharrlichkeit zu. Da die Haut der Katzen an diesen Stellen sehr sensibel ist und auch nicht an die Sonne gewöhnt ist, können die ersten Sonnenstrahlen vom Frühsommer so einiges anrichten.

Wie erkennt man einen Sonnenbrand bei Katzen?

  • Rote Hautstellen
  • Bläschenbildung
  • Entzündungen
  • Haut schält sich

Im Grunde genommen sind es die gleichen Symptome wie von einem Menschen, auch die Folgen können die gleichen sein, wie Pigmentstörungen, Vernarbungen und Krebs.

Behandeln des Sonnenbrands:

  • Halskrause
    Halskrause

    Man kann ein Tuch mit kühlem, frischem Wasser tränken, etwas ausringen und dann die betroffenen Stellen abtupfen.

  • Der Katze frisches Wasser anbieten, oder auch einen Trinkbrunnen, damit Sie zum Trinken animiert wird.
  • Es gibt bestimmte Gele und Salben, unparfümiert, sowie ungiftig für Katzen, am Besten in der Apotheke oder beim Tierarzt nachfragen.
  • Man kann die betroffenen Stellen auch mit Quark, oder Joghurt aus dem Kühlschrank abtupfen.
  • Falls die Katze sich kratz sollten die Wunden mit einer Binde geschützt werden. Eventuell bekommt die Mieze beim Tierarzt noch eine Halskrause.
  • Wenn der Sonnenbrand sehr schlimm ausgeprägt ist zum Tierarzt gehen.

 

 

Katzen und Wasser trinken

Katzen und Wasser trinken kann ein heikles Thema sein. Leider ist es oft der Fall, dass Hauskatzen zu wenig Wasser trinken und aus diesem Grund krank werden. Krankheiten wie Niereninsuffizienz und Harnwegskrankheiten können auftreten. Besonders wenn man nur Trockenfutter füttert sollte man darauf achten, dass die Katze genügend frisches und am besten fließendes Wasser hat. Generell ist es zu empfehlen nicht nur Trockenfutter zu füttern sondern viel Nassfutter, jedoch ist auch hier genügend Wasser wichtig. Man stellt oft fest, dass die Katze zum Wasserhahn rennt, wenn er angeht, daran erkennt man, dass der Stubentiger gerne fließendes Wasser hat. Es gibt Stubentiger die aus dem Waschbecken trinken, oder aus der Badewanne.

Trinkbrunnen

Schön und gesundheitsfördernd sind Trinkbrunnen, oder Zimmerbrunnen. Die Katzen haben immer fließendes und frisches Wasser und werden zum Trinken animiert. Es gibt Brunnen aus Keramik, die sehr zu empfehlen sind, wegen der Stabilität und man kann sie einfach reinigen.

 

Niereninsuffizienz bei Katzen

Katzen-Gesundheit

Leider ist die chronische Niereninsuffizienz bei Katzen sehr häufig gegeben. Die Niere ist nicht mehr in der Lage den Körper zu entgiften. Die Tiere sind ab dem siebten Lebensjahr sehr anfällig für diese Krankheit. Meist wird die Krankheit nicht, oder zu spät erkannt um noch rechtzeitig dagegen anzukämpfen und sie führt zum Tod. Wenn man Sie jedoch rechtzeitig entdeckt kann man noch mit Diätischen Maßnahmen, vom Tierarzt überwacht, die Krankheit der Katze hinauszögern.

Aufgaben der Niere

Die Aufgaben der Niere sind sehr umfangreich. Sie ist für den Wasserhaushalt verantwortlich, genauso wie für den Säure-Basen und Elektrolyte-Ausscheidung. Ist für die Stoffwechselabbauprodukte verantwortlich und gewinnt Mineralien und Traubenzucker die im Blut verloren gingen. Die Niere ist also für die Entgiftung des Körper verantwortlich.

 

 

Symptome der Insuffiziens können sein:

  • Mundgeruch
  • Entzündungen der Maulschleimhaut
  • trinkt zu wenig
  • Austrocknung
  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen
  • Fell ungepflegt
  • mehr Harndrang
  • weniger aktiv
  • Gewichtsverlust
  • schläft viel

Falls Sie solche Symptome bei Ihrer Katze feststellen ist es ratsam einen Tierarzttermin zu vereinbaren. Generell ist es ab dem siebten Lebensjahr zu empfehlen einen jährlichen Check beim Tierarzt zu arrangieren.

Behandlung

Es gibt diätische Maßnahmen die man vornehmen kann. Hier werden die Stickstoff und Phosphatverbindungen in der Nahrung reduziert. Gegen den Bluthochdruck sollte der Natriumgehalt im Futter reduziert werden. Natürlich sind die diätischen Maßnahmen vom Tierarzt betreut. Gegen die Austrocknung sollte die Katze am Besten einen Trinkbrunnen zur Verfügung haben, der immer mit frischem Wasser gefüllt ist. Die Nierenersatztherapie/ Nierentransplantation ist bei Katzen sehr eingeschränkt, wird nur in Ausnahmefällen gemacht und ist sehr teuer.

 

Bachblüten für Katzen

Bachblüten für Katzen

Es gibt über 35 verschiedene Sorten von Bachblüten-Mischungen. Jede Mischung dient einer anderen Behandlungsart. Es gibt Behandlungen für mehr Toleranz, oder auch für Furchtlosigkeit. Die Bachblüten Mischungen gehören zur Naturmedizin. Wichtig ist auch, dass man von Tierarzt oder Heilpraktiker genaue Angaben über die Dosierung bekommt. Die Behandlung kann bei der Heilung von psychischen und physischen Krankheiten helfen.

Notfall-Tropfen für Katzen

Die bekannteste Art ist die Rescue-Tropfen-Mischung. Sie besteht aus Cherry Plum, Clematis, Impatiens, Rock Rose und Star of Bethlehem.
Es gibt Situationen in denen es ratsam ist, dass der Katzenhalter seiner Katze
Notfall-Trofen verabreicht. Unsere Katzen sind Gewohnheitstiere und jegliche Veränderungen können die sensible Katze aus dem Gleichgewicht bringen.
Die Situationen könnten zu einem Ungleichgewicht der Seele führen:

  • Umzug
  • Silvester
  • Trauer
  • Starke Verletzung
  • Tierarzttermin

Die Tropfen wirken ausgleichend und beruhigend auf die Katze. Sie helfen Ihnen, Ihre Samtpfote zu entspannen. Wichtig ist auch die Bachblüten-Tropfen speziell für Tiere zu verwenden, denn diese sind ohne Alkohol, da Alkohol schädlich für unsere Stubentiger sein kann.
Man kann die Tropfen im Trinkwasser verabreichen, auf Leckerlies geben, oder eben die Verabreichung über das Fell. Einfach sanft in den Nacken der Katze einmassieren. Sinnvoll ist es für jeden Katzenhalter solch ein Notfall-Rescue Kit zu Hause in der Katzen-Apotheke zu Lagern.

Homöopathische Heilmittelchen für Katzen

Homöopathische Mittel sind im Prinzip sehr stark verdünnte Gifte, die eingesetzt werden um die Gesundheit der Katze zu fördern. Denn in der Homöopathie heißt nicht nur beim Menschen sondern auch bei Katzen Gleiches mit Gleichem zu Behandeln. Also werden als Beispiel Insektenstichallergien mit Apis der Biene behandelt. Der Verdünnungsgrad wird als Potenz in Form einer Zahl angegeben. Je höher die Potenz in der Homöopathie ist, desto stärker soll die Verdünnung sein.

Es gibt verschiedene Formen der Mittelchen es wird in Tropfen, Tabletten und Globuli (Streukügelchen) verabreicht. Eine dementsprechende Dosis ist 5 Tropfen, 5 Globuli, oder 1 Tablette. Bei starken Beschwerden 2-3 Mal eine Dosis, wobei Sie hier am Besten nochmal in der Apotheke, oder beim Tierarzt nachfragen wegen der genauen Dosierung. Die Tabletten lassen sich gut in Leberwurst verstecken, damit werden sie gut vernascht. Die Globuli sollten auch kein Problem sein, sie werden gerne von den Katzen angenommen.

Die wichtigsten Mittelchen in der Katzen-Homöopathie

  • Fallkraut (Arnica D4 oder D6): Wirkt bei Prellungen, Quetschungen und heilt Brüche schneller.
  • Strumhut (Aconitum D6): Hilft gegen Fiber und Infektionskrankheiten. Speziell zu empfehlen bei Infektionen der Atemwegen.
  • Weißes Arsen (Arsenicum Album D6): Gegen Durchfall verursacht von schlechten „Speisen“ und Katzenfutter.
  • Kegelblume (Echinacea D2): Fördert die Gesundheit und das Immunsystem, beugt Infektionskrankheiten und Atemwegserkrankungen vor.
  • Brechnuß (Nux-Vomica D6): Wirkt gegen Erbrechen und Brechreiz, also Magen-Darmverstimmungen.
  • Spanische Fliege (Cantharis D6): Ist ein Heilungsmittel bei Blasenentzündungen der Katze.
  • Quecksilbergemenge (Mercurius solubilis D12): Hat eine erfolgreiche Wirkung gegen Zahnfleischentzündungen.