Kater oder Kätzin?

Bevor man sich einen Stubentiger anschafft stellt sich für jeden Katzenhalter die eigentlich recht simple Frage nach Kater oder Kätzin? Viele Tierfreunde meinen, dass es keinen Unterschied ausmacht, ob Kater oder Kätzin denn jede Katze hat Ihrem eigenen Charakter. Beide sind auf Ihr Eigenleben bedacht und auf die ein, oder andere Art verschmust und anhänglich. Dennoch lassen sich gewisse Unterschiede im Verhalten sowie im Umgang mit anderen Artgenossen erkennen.

Bild: Thomas Beckert, pixelio.de

Der Kater

Aus eigener Erfahrung mit meinen Stubentigern kann ich hier sagen, dass der Kater wesentlich anhänglicher, verschmuster und verspielter ist. Der Kater läuft dauernd hinterher und besteht auf seine täglichen Schmuseeinheiten. Allerdings kann das auch an der Kastration liegen, denn meistens werden Kater danach Anhänglich und Verschmust. Durch das Kastrieren werden die Sexualtriebe wie Streunen und Markieren der Tiere unterbunden. Wenn man also nicht selbst Züchten möchte sollte man die Mieze in den meisten Fällen eher kastrieren lassen. Durch die Kastration erspart man sich auch als Halter unter Umständen eine Menge Ärger. Darüber hinaus hat  man stattdessen mit recht hoher Wahrscheinlichkeit einen richtigen Stubentiger zuhause. Der Eingriff selbst gehört für jeden Tierarzt zu einem Routine-Einsatz und ist bei jungen Tieren (Kitten) weitgehend ohne Probleme durchzuführen. Männliche, kastrierte Stubentiger vertragen sich auch bei paarweiser Haltung; es spielt auch keine Rolle in welcher Konstellation. Sie vertragen sich in aller Regel sowohl mit anderen Katern als auch mit Kätzinnen im selben Haushalt. Als Faustregel gilt: Umso früher die Tiere aneinander gewöhnt werden, desto einfacher und besser.

Die Kätzin

Weibliche Katzen neigen hin und wieder zu kleineren Zickereien sowie zu einem etwas launigen Wesen. Sie sind im direkten Vergleich mit einem kastrierten Kater vielleicht nicht ganz so anhänglich und verschmust jedoch fordert eine Kätzin ihre Streicheleinheiten umso vehementer bei Herrchen oder Frauchen ein. Wenn man sich dieser Dickköpfigkeit und keinen Schwächen bewusst ist und darüber auch leicht lächelnd hinwegsehen kann, so steht eigentlich dem Kauf einer Kätzin oder eine Anschaffung über das örtliche Tierheim nichts im Wege. Sie vertragen sich normalerweise wunderbar mit männlichen, kastrierten Katern. Von einer paarweisen Haltung mit gleichgeschlechtlichen Katzen würden wir eher absehen. Das kann funktionieren; beispielsweise ein weibliches Geschwister-Pärchen aus demselben Wurf, davon sollte jedoch auch nicht ausgegangen werden.

Fazit des Vergleichs

Im Grunde eignen sich beide Geschlechter optimal um das menschliche „Rudel“ zu vergrößern. Sie sollten die Entscheidung also eher davon abhängig machen, ob beispielsweise schon Katzen im Haushalt leben. Oftmals hört man auch die These „Katzen suchen sich Ihre Menschen selbst aus“. Vielleicht stimmt das ja ein Stück weit. Achten Sie einfach beim Besuch beim Züchter oder im Tierheim wie die Tiere auf Ihre Annäherung reagieren. Sind sie interessiert, verschreckt oder verschmust?