Gesunde Ohren für einen glücklichen Stubentiger

Gesunde Katzen

Katzen sind grundsätzlich äußerst reinliche Lebewesen. Normalerweise pflegen sie ihre Ohren – genauso wie ihren gesamten Körper – selbst. Kommt es jedoch zu Entzündungen im Gehör- und Gleichgewichtsorgan, benötigt der Stubentiger die Hilfe des Katzenbesitzers sowie manchmal auch des Tierarztes. Eine regelmäßige Kontrolle der Ohren ist wichtig, um ernsten Erkrankungen frühzeitig vorzubeugen und somit proaktiv Krankheiten und Leiden zu verhindern.

Die Kontrolle der Ohren

Um der Katze beim Untersuchen nicht weh zu tun, bedarf es einer sanften und gefühlvollen Vorgehensweise. Grobes Hantieren ist natürlich zu unterlassen. Wer Ruhe und Geduld walten lässt, erspart der Katze nicht nur unnötige Schmerzen, sondern findet darüber hinaus einen raschen Einblick ins Ohrinnere sowie die Möglichkeit, den äußeren Bereich des Organs zu reinigen. Mancher Vierbeiner lehnt es vehement ab, am Ohr angefasst zu werden. In diesem Fall empfiehlt sich eine vorsichtige Annäherung von der Seite, wenn der Stubentiger entspannt liegt. Auch die von der Katze ausgehenden Schmuseeinheiten können ab und zu für eine Überprüfung der Ohren genutzt werden. Es ist sinnvoll, die Katze von Anfang an daran zu gewöhnen, dass die Kontrolle nichts Schlimmes – und vor allem nichts Schmerzhaftes – ist. Lernt die Samtpfote dies bereits als Jungtier, lässt sie sich in der Regel ohne allzu starke Gegenwehr regelmäßig ins Ohr schauen.

Utensilien für die Ohrenpflege

Herrchen und Frauchen sollten ausschließlich den äußeren Bereich der Ohren reinigen; das Innenohr ist besonders verletzungsempfindlich und aus diesem Grund dem Tierarzt zu überlassen. Für die Pflege reichen Papiertaschentücher und spezielle Tinkturen, wie der Ohrreiniger von VetriDerm, aus. Sie sind in Apotheken, beim Tierarzt sowie in Zoofachgeschäften erhältlich. Wattestäbchen sollten in Katzenohren genauso wenig angewandt werden wie in den menschlichen Gehörgängen. Um einem Parasitenbefall vorzubeugen, empfehlen sich spezielle Ergänzungsfuttermittel, wie die VMP Tabletten von Pfizer, welche den Hautstoffwechsel anregen und einen für Ohrmilben abschreckenden Geruch erzeugen.

Ohrenkrankheiten und Symptome

gesunde Ohren bei der Katze
So bleibt der Stubentiger gesund

Schüttelt die Katze von lästigem Juckreiz geplagt vermehrt ihren Kopf, neigt diesen zur Seite und kratzt sich häufig am Ohr, liegt eine Ohrenerkrankung vor.

Oft handelt es sich um eine Entzündung, ausgelöst durch Parasitenbefall. Ein typisches Anzeichen dafür ist ein brauner, übel riechender Ausfluss.

Zuckt der Stubentiger immer wieder mit den Ohren und tritt keine Flüssigkeit aus, sind Milben die Ursache – erkennbar an kleinen weißen Pünktchen im Ohr. Leben mehrere Katzen im Haushalt, sollten bei Milbenbefall eines Tieres auch alle anderen Mitbewohner behandelt werden.

Weitere Auslöser von Ohrenentzündungen können Überempfindlichkeiten, etwa Allergien auf bestimmte Nahrungsmittel oder Medikamente, sein. Dabei sind zumeist beide Ohren betroffen.

Weist die Samtpfote Gleichgewichtsstörungen auf, ist oft eine Mittelohrentzündung die Ursache dafür. Auch Innenohrerkrankungen können die Ursache dafür sein. Sie entstehen aus bakteriellen Entzündungen, die sich vom Mittelohr ausbreiten. Sie schränken neben den Gleichgewichtssinn auch das Hörvermögen der Katze ein.

Weiterhin stellen Autoimmunerkrankungen mögliche Ursachen für Ohrenerkrankungen dar. Katzen mit weißen Ohren neigen zur Solardermatitis: Bei dieser Krankheit entzünden sich infolge der starken Empfindlichkeit gegen Sonnenlicht die Ohrränder und können tierische Schmerzen verursachen.

Der Gang zum Tierarzt

Während sich oberflächliche Verschmutzungen im äußeren Ohrbereich mehr oder weniger problemlos reinigen lassen, ist es bei schwerwiegenderen Erkrankungen, dazu zählt auch ein Milbenbefall, unbedingt notwendig, einen Tierarzt aufzusuchen. Zwar freut dies den Stubentiger ganz und gar nicht, befreit ihn jedoch vom lästigen Juckreiz und sorgt dafür, dass er seine Krankheit schnell wieder loswird.